Zum Weingut: Teularju ist ein junges Weingut, gegründet im Jahr 2017 von der Familie Sedilesu mit der Pflanzung der Rebanlagen in der Gemeinde Mamoiada. Sie liegt in der Barbagia, einer wilden, bergigen Region im Zentrum Sardiniens. Für die Römer war die Zone uneinnehmbar, weshalb sie «Barbaria» genannt wurde. Als einzige rote Sorte wächst hier Cannonau in Höhenlagen auf Granitböden. Die Erziehungsform ist der Alberello, der Anbau erfolgt nach biologischen Richtlinien, die Grasnarbe zwischen den Rebzeilen wird nicht gemäht. Von den insgesamt 12 Hektar Land stehen nur 8 Hektar unter Reben. Auf der restlichen Fläche wurde der Wald erhalten. All dies, um eine möglichst grosse biologische Vielfalt zu fördern. Die Weinbauphilosophie entspricht der im Burgund, im Piemont oder am Ätna: eine Rebsorte, Einzellagenabfüllung, maximaler Terroirausdruck. Die Einzellagen oder Cru’s werden hier «Ghirade» genannt. Die Rebanlagen unterteilen sich auf vier Ghirade: Cara’Gonare, Ocruarana, Erula und Rizza. Allerdings werden diese nicht jedes Jahr separat abgefüllt. Sollten die Unterschiede zwischen den einzelnen Weinen nicht klar erkennbar sein oder sollte die Qualität nicht ganz den hohen Ansprüchen genügend, kommen die jeweiligen Lots dem Barbagia Rosso IGT zugute. Die Weine hier werden allerdings nicht unter der bekannten Bezeichnung Cannonau di Sardegna DOC abgefüllt. Sie besitzen weniger Alkohol als Letztere, mehr Frische, mehr Eleganz und mehr Mineralität. Um diese Unterschiede sichtbar zu machen, verzichten die Winzer darauf, die Weine unter der Bezeichnung Cannonau di Sardegna DOC abzufüllen, sondern firmieren sie als Barbagia IGT. Sie möchten nicht die Rebsorte in den Vordergrund stellen, sondern das Terroir und die Identität der Weine. Dafür hat man die Vereinigung «Mamojà» gegründet, welche viele der lokalen Produzenten vereint und deren Mitbegründer und Mitglied Teularju ist. Die Vereinigung hat sich bezüglich der Herstellung der Weine einige grundlegende Regeln gegeben: biologischer Weinbau, lokale Rebsorten, spontane Gärung (keine Reinzuchthefen), möglichst wenige Eingriffe, Weinbereitung vor Ort und Ausdruck der einzelnen Weinlage. Um den Weinen die klare Identität ihrer Herkunft zu geben sind die Flaschen mit dem Label Mamojà gekennzeichnet.
Zum Wein: Die Sorte Grenache ist eine direkte Verwandte der spanischen Sorte Garnacha welche wohl ursprünglich aus der Provinz Aragon kam. Fuss gefasst hat sie vor allem in den südfranzösischen Regionen Languedoc und Roussillon sowie im südlichen Rhône-Tal. Und dort ist es auch, wo sie in der Region Chateauneuf-du-Pape die grössten Weine verantwortet. Als «primus inter pares» gilt hier Chateau Rayas. In den 1980er-Jahren wurde die Sorte in Kalifornien von den von Randall Grahm (Bonny Doon) angeführten «Rhône-Rangers» zur Bekanntheit geführt, obwohl sie dort schon 100 Jahre vorher verbreitet war. Der Hype um die Sorte erreichte den Höhepunkt mit Manfred Krankls «Sine Qua Non»-Weinen, welche noch heute Kultstatus haben. Vor knapp 15 Jahren dann lernt die Weinwelt eine neue Art von Grenache kennen: die Weine von Comando G erobern Kritiker und Weinfreunde. Garnacha aus alten Reben auf Granitböden in den Höhenlagen bis zu 1100 Metern der zentralspanischen Sierra de Gredos: komplex, mineralisch, vielschichtig und terroirbezogen. Eine Parallele zur Sierra de Gredos bildet die Region um die Gemeinde Mamoiada. Der sardische Cannonau ist biologisch praktisch identisch mit den Sorten Garnacha und Grenache. Insgesamt stehen 8 Hektar unter Ertrag aufgeteilt auf die vier Ghirade Cara’Gonare, Ocruarana, Erula und Rizza. Wenn auf die Einzellagenabfüllung einer oder mehrerer Ghirade verzichtet wird, werden die Trauben für diesen Wein genutzt. Die Böden der Parzellen sind stark granithaltig, teilweise durchsetzt von grösserem Gestein oder gemischt mit metamorphem Gneis. Die alkoholische Gärung wird mit Hilfe der natürlichen, wilden Hefen initiiert, das Traubengut wird nur teilweise entrappt (die Stiele werden nicht entfernt und geben dem Wein einen frischen, feinwürzigen Touch). Die maximale Produktion beträgt 16'000 Flaschen wenn es wie beim Jahrgang 2023 nur Barbagia Rosso gibt. Der Wein reift für 12 Monate im grossen Fass aus französischer Eiche.
| Bewertungen | |
| 91/100 Guido (VINOUS) | |
| Jahrgang | |
| 2023 | |
| Flaschengrösse | |
| 75cl | |
| Weintyp | |
| Mittelschwerer, intensiver Rotwein | |
| Rebsorten | |
| Cannonau | |
| Region | |
| Italien, Sardegna | |
| Trinkreife | |
| Trinkbereit mit Reserven (4 bis 6 Jahre nach der Ernte) | |
| Passt zu | |
| Hauptspeisen, grilliertes Fleisch, reifer Käse, Hartkäse | |
| Vorspeisen, Pasta, Pizza, Wurstwaren | |
| Anbauart | |
| biologisch | |
| Alkoholgehalt | |
| 13 Vol% | |
| Allergene | |
| enthält Sulfite | |
Barbagia Rosso IGT 2023, Teularju (75cl)
- Artikelnr. 550023
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CHF 29,50
